Analdrüsenentzundung beim Hund - Symptome und Heilung


Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Wenn man zum ersten mal einen Hund hat, wird man im Laufe der Jahre mit immer neuen Krankheiten konfrontiert von denen man vorher noch nichts wusste. Meine Hündin Nele hat ein super Hundeleben in ihren bisher 8 Jahren gehabt und wir sind mit Krankheiten bisher doch immer recht verschont geblieben. Bis auf eine Magen Darm Entzündung und eine Kehlkopfentzündung gab es keine weitere Krankheit und nur ca. 3, 4 Verletzungen.

Nun hatten wir innerhalb eines halben Jahres gleich 2 Krankheiten und eine davon kann sogar lebensgefährlich sein wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt wird und nur durch die vorherige Krankheit konnte sie überhaupt erst entdeckt werden.

Die Analdrüsenentzündung beim Hund und deren Symptome

Aber zurück zum Anfang - was war passiert? Los ging es vor ein paar Monaten im Sommer - meine Hündin leckte sich irgendwie andauernd am Hintern und roch auch aus dem Mund immer stärker. Irgendwann sah ich dann auch etwas Soße aus dem Hintern laufen. Ich dachte natürlich es wäre leichter Durchfall der da raus kam und hab dann immer öfter nachgeschaut und musste auch öftmals abgwischen. 

Ich weiß nicht mehr ganz genau wie groß der Zeitraum war vom ersten lecken am After bis ich endlich mal auf die Idee kam danach zu googlen. Ich dachte mir ja schließlich nichts weiter dabei, es waren aber bestimmt 3 bis 4 Wochen. Der Geruch wurde auch immer stärker und nichts half dagegen... und dann wie gesagt - googlete ich mal nach diesen Anzeichen und siehe da, ich wurde sofort fündig: Es war ganz eindeutig eine Analdrüsenentzündung. Es gibt da bei Hunden diese Analdrüsen die immer beim Geschäft machen den eigenen Duft mit absetzen der halt anderen Hunden sagt wer man ist, man nennt es auch "Zeitung lesen" und deswegen beschnuppern sich Hunde auch immer am Hintern.

Weitere Symptome einer Analdrüsenentzündung ist

  • "Schlitten fahren": Das bedeutet sie reiben ihren Hintern so auf dem Boden. Dass sieht dann aus als wollen sie ihren Hintern abwischen. Meine Hündin hat das nie gemacht, sonst wäre ich vielleicht schon mal früher auf die Idee gekommen nachzuschauen ob sie nicht etwas bestimmtes hat.

Wenn die Analdrüsen aus irgendwelchen Gründen nicht mehr ihren Saft abgeben können, wachsen sie an und entzünden sich und das ist dann sehr unangenehm für die Hunde und kann auf Dauer auch Schmerzen verursachen.

 

Die Behandung der Analdrüsenentzündung

Also bin ich gleich am nächsten Tag zum Tierarzt gefahren. Die Ärztin befragte mich nach den Symptomen und dann.... zog sie Handschuhe an und... nun ja, es gibt halt nur eine Möglichkeit raus zu kriegen ob die Analdrüsenen entzündet sind...

Und sie waren es, recht stark sogar schon aber kein Wunder da sie schon ein paar Wochen lang wohl anschwollen und eine der beiden war auch schon verkrustet. Es wurde also langsam wirklich Zeit für eine Behandlung. Sie drückte beide Analdrüsen mit dem Finger aus was sehr unangenehm für meine Hündin war, verständlicherweise. Danach roch, nein stank, das gesamte Arztzimmer extrem da nun auf einmal der gesamte Inhalt der Analdrüsen entleert wurde. Die Ärztin zeigte mir dann noch ihren Finger an dem auch Blut zu sehen war - es war also wirklich höchste Eisenbahn. Da es schon so stark entzündet war, bekam sie neben Schmerztabletten natürlich auch Antibiotika.

 

Einmal Analdrüsenentzündung, immer Analdrüsenentzündung?

Einen Tag später mussten wir gleich zur 1. Nachuntersuchung und es entwickelte sich alles ganz gut, natürlich immernoch leicht verkrustet. 2 weitere Untersuchungen folgten bis wir endgültig damit durch waren.

Endgültig? Nein, denn wenn so etwas erstmal aufgetreten ist, kann es regelmäßig auftreten. Daher sollte man ca. alle 4 Wochen zur Untersuchung. Unsere Ärztin sagte aber dass ich sie auch nur ganz genau beobachten brauche und dann halt bei ersten Anzeichen wieder lang kommen soll. Und so war es dann tatsächlich nach 2 Monaten wieder soweit uund sie leckte sich am Hintern, nur ganz selten, es ist mir 2 mal in 3 Tagen aufgefallen. Der Besuch beim Arzt war durch die rechtzeitige Erkennung schnell erledigt und daher reichte auch diese eine Untersuchung ohne jegliche Tabletten danach.

Im Internet findet sich auch ein Video wie man bei Hunden die Analdrüsen selber ausdrücken kann, unsere Tierärztin aber sagte man solle das lieber nicht so machen. Jetzt sagen viele bestimmt dass es ja klar ist dass die das sagen, wollen schließlich auch Geld verdienen aber wenn man es rechtzeitig erkennt kostet es, zumindest bei unserem Tierarzt in Rostock Groß Klein, nur 8 €. Um sicher zu gehen fahr ich doch lieber alle paar Monate dort mal hin

 

Die Entdeckung einer Gebärmutterentzündung

Weitere 2 Monate später war es wieder soweit und wir sind erneut zum Tierarzt. Jedoch hatte ich mich diesmal geirrt, es war alles gut bei ihr. Die Analdrüsen waren weiterhin nur Erbsengroß bei Nele, so wie es sich für eine Hündin ihrer Größe gehört. Bei diesem Termin erzählte mir die Ärztin von der Möglichkeit einer Gebärmutterentzündung... was im schlimmsten Fall zum Tot führen kann. Alles weitere über diese Krankheit erfahrt Ihr in einem ausführlichen Bericht dazu.

 

Die Kosten der Analdrüsenentzündung und die Agila Hunde Krankenversicherung

In meinem Bericht über Getreidehaaren im Ohr meiner Hündin Nele, schrieb ich darüber dass wir einen Agila OP Kostenschutz haben. Dieser übernimmt natürlich nur Kosten von Operationen und die Analdrüsenentzündung fällt da natürlich nicht mit rein. Die Kosten hielten sich aber imm Rahmen.

  • Insgesamt kamen wir auf ca. 60 bis 70 € bei der ersten Entzündung.
  • Die 2. kostete wie oben bereits beschrieben nur 8 €. Einmalige Untersuchung mit ausdrücken der Analdrüsen
  • Beim 3. mal kamen wir auf Kosten von 15 € obwohl sie doch gar keine Entzündung hatte, hinzu kamen aber extra Beratung und Untersuchung - mehr dazu in dem Bericht zur Gebärmutterentzündung

Übernehmen würde aber die Tierkrankenversicherung solche Kosten

 

 

 

{jcomments on}

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok